Über mich

Wie ich dazu kam, Hundetrainerin zu werden

Vor ca. 18 Jahren bin ich das erste Mal „auf den Hund gekommen“, nachdem sich durch Veränderung der Lebensumstände endlich die Gelegenheit bot, den lange gehegten Traum vom eigenen Hund zu erfüllen. Er war ein entzückender Promenaden-Mischling, er hieß Mozart. Er war überaus gelehrig und mir wurde schnell bewusst, dass man einen Hund nicht nur körperlich, sondern auch geistig auslasten sollte. So begann ich, ihm alle möglichen Tricks beizubringen und war immer wieder überrascht, mit welcher Begeisterung und wie schnell er vieles gelernt hatte. Wenige Monate später kam noch ein Mischlingswelpe dazu, er hieß Hamlet. So bemühte ich mich, zwei Halbstarke einigermaßen vernünftig zu erziehen, was mir im Großen und Ganzen auch ganz gut gelang.

Nach Mozart und Hamlet übernahm ich wieder einen Mischlingswelpen, der mein ganzes späteres Leben verändern sollte.

Nachdem bei Mozart und Hamlet nie Probleme bei der Erziehung bzw. im Alltag auftraten, machte ich mir auch keine Gedanken darüber, dass es eine Rolle spielen könnte, von wem man einen Hund übernimmt. Wie sich später herausstellte, kam der Welpe aus sehr schlechten Haltungsbedingungen, hatte große Lerndefizite und war sehr häufig krank. Mir fiel von Anfang an auf, dass er sehr ängstlich bzw. panisch war und dachte mir, dass sich das schon legen würde, wenn er älter wird und man ihn geduldig an alle möglichen Reize des Alltags heranführt. Ich suchte Rat in einigen Hundeschulen, wo man mich aber jedes Mal weggeschickt hatte, weil „man mit einem so panischen Hund ja nicht arbeiten könnte“ und ich sollte es „später“ noch mal versuchen. In einer Hundeschule versuchte man, das Verbellen, das der Hund aus Angst gezeigt hatte, mit einem Sprühhalsband in den Griff zu bekommen, mit dem Ergebnis, dass alles noch viel schlimmer wurde.
Die letzte Hundeschule empfahl mir, meinen in Panik geratenen Hund sehr schroff anzufahren, um ihm klarzumachen, dass er sich nicht so anstellen sollte.
Sehr belastend kam noch hinzu, dass drei von vier Tierärzten mir nahe legten, den Hund einzuschläfern weil er absolut nicht „gesellschaftstauglich“ wäre und sich irgendwann zum Angstbeißer entwickeln würde.

Damals dachte ich mir schon, dass es doch eine Methode geben muss, mit der man anders an einen solchen Hund herangehen würde! Denn Einschüchterung, Schroffheit, Grobheit und weitere Überforderung konnten doch nicht die Lösung sein!

Mir erschien es damals das Beste für diesen Hund, ihn an nette Menschen, als Zweithund, weg vom Großstadttrubel zu vermitteln, was mir glücklicherweise auch gelang, obwohl mir dieser Schritt sehr, sehr schwer fiel.

Mir war klar, dass ich nie mehr einen Hund übernehmen wollte, ohne vorher selbst den Beruf des Hundetrainers erlernt zu haben. So begann ich meine Suche nach einer Ausbildungsmethode, die ohne Gewalt, Gebrüll und Rumgezerre am Hund funktioniert. Nach intensiver Suche habe ich sie bei animal learn gefunden und mich entschieden, dort eine gute, ca. 1 1/2-jährige Ausbildung zu machen, die ich Anfang 2009 erfolgreich abgeschlossen habe.

Hunde-auf-Wiese

Im Mai 2009 habe ich Jerry aus dem Tierschutz übernommen, einen 10 Jahre alten Australian Shepherd-Rüden, der lange Zeit unterfordert war und sich deshalb einige Unarten angewöhnt hatte. Aber mit konsequentem Training, Geduld und entsprechender Auslastung ist aus dem „Proleten“ ein wirklich wunderbarer, ausgeglichener Hund geworden, der unser Leben sehr bereichert!  Jerry ist leider am 14.1.2015 im Alter von 16 Jahren gestorben.

Im April 2013 ist Ruso bei uns eingezogen, ein „weggeworfener“ Galgo Espanol/Greyhound-Rüde aus einer Tötungsstation in Spanien. Er bereitet uns mit seinem bezaubernden Wesen einfach nur Freude!

Seit Juli 2014 bereichert auch noch Akim, ein weiterer Galgo-Rüde, unser Leben.

Mein Ziel ist es, ein auf Verständnis basierendes, vertrauenvolles Miteinander zwischen Mensch und Hund zu fördern, sodass jedes Mensch/Hund-Team im Alltag Freude aneinander hat!